
Klutopia: Ein neuer Erlebnisraum entsteht
Ennepetal gestaltet den Bereich rund um das Nationale Naturmonument Kluterthöhle zukunftsfähig
Mit dem Projekt „Klutopia“ entwickelt die Stadt Ennepetal gemeinsam mit dem Arbeitskreis Kluterthöhle und dem GeoPark Ruhrgebiet den oberirdischen Bereich der Kluterthöhle in den kommenden Jahren zu einem modernen, ganzjährig erlebbaren Natur- und Erlebnisort weiter. Grundlage für die Umsetzung ist die bewilligte Förderung aus dem EFRE/JTF Förderprogramm „Erlebnis.NRW“.
Die Kluterthöhle zählt seit Jahren zu den bekanntesten Ausflugszielen der Region. Mit „Klutopia“ soll das bestehende Angebot gezielt ergänzt werden. Ziel ist es, den Aufenthalt vor und nach dem Höhlenbesuch attraktiver zu gestalten, Wartezeiten sinnvoll zu nutzen und den stark frequentierten Eingangsbereich zu entzerren.
Ein ganzheitliches Erlebnis – über und unter Tage
„Klutopia“ ist als offenes, barrierearmes Erlebnisangebot konzipiert, das unabhängig von Öffnungszeiten genutzt werden kann. Dabei werden Naturerlebnis, Wissensvermittlung und moderne Informationsformen miteinander kombiniert.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Umnutzung des bisherigen Gebäudes am Höhleneingang. Dort entsteht künftig ein zentrales Besucher- und Informationsangebot mit Kassenbereich der Kluterthöhle, einer neu strukturierten Tourist-Information sowie dem Infozentrum des GeoPark Ruhrgebiet. Der Standort soll Besucherinnen und Besucher empfangen, informieren und ihnen Orientierung für ihren Aufenthalt bieten.
Ergänzt wird das Gebäude durch einen immersiven Raum, in dem mithilfe moderner Technik Inhalte rund um die Kluterthöhle und ihre Entstehung nicht nur gezeigt, sondern räumlich und sinnlich erfahrbar gemacht werden. So entsteht der Eindruck, mitten im Geschehen zu sein – statt nur zuzuschauen. Dabei werden auch Aspekte sichtbar, die im regulären Höhlenbetrieb nicht zugänglich sind.
Erlebnisrundweg und digitale Ergänzungen
Oberhalb des Gebäudes entsteht auf den vorhandenen Wegen am Klutertberg ein thematisch gestalteter Rundgang. Entlang der Strecke sind mehrere Informationsstationen vorgesehen, die sich unter anderem mit der Höhlenentstehung, naturschutzfachlichen Themen und der geologischen Besonderheit des Standorts befassen.
Zur Vertiefung der Inhalte ist zusätzlich ein digitales Angebot in Form einer Web-Anwendung geplant. Diese bündelt Informationen, bietet interaktive Elemente und begleitet den Aufenthalt vor Ort.
Projektlaufzeit und Förderung
Die Umsetzung von „Klutopia“ ist über einen Zeitraum von drei Jahren angelegt und erfolgt in mehreren aufeinander aufbauenden Projektphasen.
· 2026 liegt der Schwerpunkt auf den Maßnahmen am Klutertberg. Dazu zählen unter anderem der Wegebau sowie die konzeptionelle Ausgestaltung der Stationen und des Informations- und Leitsystems.
· 2027 konzentrieren sich die Arbeiten auf den Bereich am Höhleneingang. In diesem Zeitraum ist der Umbau des Gebäudes sowie die inhaltliche Ausgestaltung des Besucher- und Infozentrums vorgesehen.
· 2028 steht die Umsetzung der medialen Inhalte im Mittelpunkt. In diesem letzten Projektabschnitt wird unter anderem der immersive Medienraum im Infozentrum realisiert.
Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für Ende 2028 vorgesehen.
Für das Vorhaben sind Gesamtkosten von rund 600.000 Euro eingeplant. 90 Prozent der Kosten werden durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch das Land Nordrhein-Westfalen über das Förderprogramm „Erlebnis.NRW“ finanziert.
Umsetzung läuft bereits
Die Umsetzung von „Klutopia“ hat bereits begonnen. Aktuell werden die inhaltlichen Konzepte weiter ausgearbeitet und die einzelnen Maßnahmen mit den beteiligten Fachstellen, Partnern und Institutionen abgestimmt.
Mit „Klutopia“ setzt die Stadt Ennepetal ein klares Zeichen für die Weiterentwicklung des touristischen Angebots und stärkt die Kluterthöhle als überregional bedeutenden Erlebnis- und Lernort – über und unter Tage.
Dieses Projekt wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.







